Landesverband Salzburg
NOTRUF 144

Das Jahr 2020 – Weniger Gesamtsunden, mehr Einsätze für die Wasserrettung!

Das vergangene Jahr war auch so wie bei allen anderen Einsatzorganisationen von den Maßnahmen zur Bewältigung der Covid-19 Pandemie geprägt. 

Mit Beginn des ersten Lockdowns wurden bis auf den Einsatzdienst alle Veranstaltungen und Tätigkeiten in den Ortsstellen auf das absolute Mindeste zur Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft heruntergefahren. Der Einsatzdienst wurde zu jeder Zeit aufrechterhalten.

Einsatzstatistik: 

Insgesamt rückte die Wasserrettung im Bundesland Salzburg im vergangenen Jahr zu 314 Einsätzen aus. Bei 90 davon handelte es sich um akute Alarmeinsätze, welche von der Leitstelle des Roten Kreuz alarmiert wurden. Die anderen Einsätze beschränken sich auf technische Hilfeleistungen, Bootsbergungen, Bergung von Sachgütern, Sturmeinsätzen auf Salzburgs Seen und vieles mehr. Insgesamt konnten im Jahr 2020 81 Personen von der Wasserrettung aus den Seen und Flüssen gerettet werden. Bei sechs davon handelte es sich um eine akute Lebensrettung in letzter Minute. Leider mussten auch sechs Personen ihr Leben im Gewässer lassen und konnten nur noch tot geborgen werden. Die beiden größten Einsätze im vergangenen Jahr war ein Rafting Unfall Anfang August auf der Salzach bei Lend, bei welchem drei Wildwasserboote im der Salzach kenterten und 27 Personen von den Einsatzkräften zum Teil auch verletzt gerettet wurden. Am 01. Juli ertranken zwei Personen beim Schwimmen im Fuschlsee. Auch hier stand ein Großaufgebot an Einsatzkräften der Wasserrettung im Einsatz. Insgesamt stieg die Anzahl der Einsätze gegenüber dem Vorjahr um 8%. Vergleicht man nur die Monate im welchem kein Lockdown stattfand (Sommermonate) gab es eine Erhöhung der Einätze um rund 33%.

Ausbildung und Veranstaltungen:

Bei der Präventionsausbildung macht sich auch die Pandemie und die damit verbundene Hallenbadschließung im Frühling und auch ab November bemerkbar. Insgesamt konnten nur 213 Anfängerschwimmausbildungen durchgeführt werden. Eine bedenkliche Zahl! Waren es im Jahr 2019 noch über 700 Kinder, welche bei der Wasserrettung schwimmen lernten. Die Zahl an Veranstaltungsüberwachungen und von der Wasserrettung selbst durchgeführte Veranstaltungen ist unter einem Prozent zu jenem der Vorjahre zu finden. Dies wirkt sich auch auf die Budgets der Ortsstellen aus. Interne Kurse konnten im vergangenen Jahr nur sehr wenige stattfinden. Im Herbst wurden neun neue Schwimmlehrer ausgebildet. Der Ausbildungsbetrieb in den Ortsstellen fand immer unter besonderen Sicherheitsmaßnahmen statt. Ortsstellenübergreifenden Übungen fanden keine statt.

 

 

 

Insgesamt ist der Trend zur Bewegung in der Natur und auch am Wasser auf Salzburgs Seen und Flüsse stark bemerkbar. Sportarten wie Stand Up Paddeln, Canyoning, Wildbaden, River Surfen, Tauchen und einige mehr freuen sich großer Beliebtheit. Die Erhöhung der Einsatzzahlen ist auch auf diesen Trend zurückzuführen.

Im gesamten leistete die Wasserrettung im Bundesland Salzburg, welche sich zu 100% aus freiwilligen Mitgliedern zusammensetzt, im Jahr 2020 knapp 32000 Stunden.