Landesverband Salzburg
NOTRUF 144

Klippenspringer im Wolfgangsee tödlich verunglückt 20.06.2021

Um 11.29 Uhr wurde die diensthabende Mannschaft der Wasserrettung St. Gilgen über Funk von der Rettungsleitstelle zu einem Einsatz an die Falkensteinwand alarmiert. Ein Klippenspringer kam nach einem Sprung nicht mehr an die Wasseroberfläche.

Wenige Minuten nach Alarmierung war das erste Rettungsboot der Wasserrettung vor Ort. Die Wasserrettung Strobl wurde sofort nachalarmiert. Da sich die Alarmmeldung bestätigte und eine Person vor der Falkensteinwand im See vermisst wurde, wurde aufgrund der Einsatzörtlichkeit, welche nur über den Wasserweg erreichbar war und es sich um eine große Einsatztiefe handelte eine umfangreiche Nachalarmierung von Einsatzbooten und Rettungstauchern sowie Spezialgerät, wie Schleppsonar und Tauchroboter, seitens der Wasserrettung durchgeführt. Zusätzlich wurden die Freiwillige Feuerwehr St. Gilgen , das Feuerwehrboot der Freiwillige Feuerwehr St Wolfgang Taucher des Feuerwehrtauschstützpunkt 3 und Feuerwehrtaucher Stützpunkt 4 sowie Taucher der ÖWR Wasserrettung Oberösterreich angefordert.

Nach Eintreffen der ersten Einsatztaucher an der Unfallstelle wurde mit einem ersten Suchtauchgang bis in eine Tiefe von 20 Metern begonnen. Zeitgleich begann die Wasserrettung Salzburg Stadt mit einem Schleppsonargerät den Seegrund abzusuchen. In einer Tiefe von 60 Metern konnte gegen 13.30 Uhr ein Verdachtspunkt mit diesem Gerät ausgemacht und markiert werden. Zeitgleich suchte bereits der Tauchroboter der Wasserrettung St. Johann im Pongau den Seegrund ab. Aufgrund dieser Einsatztiefe kamen drei speziell ausgebildete Mischgastaucher der oberösterreichischen Wasserrettung zum Einsatz.

Um 15.40 Uhr konnte die vermisste Person an die Oberfläche gebracht werden, welche in weiterer Folge mit einem Wasserrettungsboot abtransportiert wurde. 90 Minuten nach Tauchbeginn konnte der letzte Taucher nach Einhaltung der Dekompressionszeit wieder den Wolfgangsee verlassen.

 

Der Einsatz wurde beendet. Insgesamt standen an die 100 Einsatzkräfte von mehreren Ortsstellen der Wasserrettung Landesverband Salzburg und Oberösterreich, des Roten Kreuz, der Feuerwehr und der Polizei im Einsatz.