Landesverband Salzburg
NOTRUF 144

2020 - ein Sommer wie kein anderer für die Salzburger Wasserrettung!

Mit dem Beginn des Herbstes ist die Badesaison an Salzburgs Seen sowie die Wildwassersportarten an den Salzburger Flüssen vorbei. Zeit für die Wasserrettung Bilanz zu ziehen.

Diese Sommersaison geht mit Sicherheit in die Geschichtsbücher ein. Aufgrund der Corona Situation war für unsere Einsatzkräfte heuer vieles anders.

Bereits mit Beginn der ersten Corona Maßnahmen im März wurde der gesamte Dienstbetrieb in der Wasserrettung bis auf den Einsatzdienst reduziert. Sämtliche Ausbildungen, Schulungen, Schwimmkurse und sonstige Veranstaltungen wurden abgesagt um ein Einschleppen des Virus in eine der Ortsstellen zu verhindern.

Zum Glück gab es im gesamten März im Bundesland Salzburg nur einen Einsatz. Dies änderte sich jedoch mit Beginn des schönen Wetters im April. Die Menschen zog es an die frische Luft und somit auch an die Gewässer. Es folgten Einsätze an Salzburgs Seen und Flüsse.

Aufgrund der Absage von sämtlichen Veranstaltungen bis weit in den Sommer waren natürlich auch für die Mitglieder der Wasserrettung weniger Überwachungseinsätze zu leisten. Auf den Seen fanden anfangs keine Regatten statt. Sämtliche Seefeste mussten abgesagt werden und auch Feste, welche von der Wasserrettung organisiert werden, fielen der Pandemie zum Opfer. So reißen zum Beispiel die Absagen des Stadtfest in Seekirchen, das 40 Jahr Jubiläum der Ortsstelle Bischofshofen oder auch das Beachvolleyballtournier der Wasserrettung Schwarzach Löcher in die Budgets der Ortsstellen.

246 Einsätze forderten die Wasserrettung!

Insgesamt stand die Salzburger Wasserrettung seit Beginn des Jahres bereits 246 Mal im Einsatz. Wobei einer der größten Einsätze mit Sicherheit ein Rafting Unfall auf der Salzach bei Lend am 05. August war, bei welchem 27 Personen aus der Salzach und deren Ufer gerettet wurden.

Insgesamt wurden 77 Personen von der Wasserrettung im Corona Sommer vor dem Ertrinkungstod gerettet. Für sieben Personen kam leider jede Hilfe zu spät. Ein Badeunfall mit zwei Todesopfern am Fuschlsee am 01. Juli bleibt hier in besonderer Erinnerung.

 

Aber auch technische Einsätze werden von der Wasserrettung geleistet. So mussten etwa nach Gewitterstürmen oder sonstigen Ereignissen 20 Hilfeleistungen bei Bergungen von Wasserfahrzeugen oder Sachgütern durchgeführt werden. 

1104 Einsatzkräfte standen in diesem Sommer bei 246 Notfällen insgesamt 2630 Stunden ehrenamtlich für die Wasserrettung im Einsatz. Alle Tätigkeiten wurden heuer unter Einhaltung der Vorsichtsmaßnahmen und Verwendung von Schutzausrüstung, wie MNS-Masken, abgewickelt.

 

Auch wenn die Badesaison vorbei ist, steht die Wasserrettung rund um die Uhr über den NOTRUF 144 für Einsätze bereit!